Forschen nach Fuchsienpracht

Botanischer Freundeskreis zwischen Elbe- und Wesermündung zu Gast in Bexhöveder Gärtnerei

...ein Bericht der Nordseezeitung vom 11.02.2004


Interessantes über die Anzucht von Fuchsien und anderen Blumen sowie über den Betrieb erfuhr der Fuchsien-Freundeskreis zwischen Elbe- und Wesermündung bei einer Besichtigung der Gärtnerei Krebs, in Bexhövede. Inhaber Manfred Krebs selbst (rechts) führte die Besucher durch seine Firma

Bexhövede (Gemeinde Loxstedt). Welche Arbeiten sind in einer Gärtnerei zu erledigen? Wie werden Blumen in großer Anzahl vermehrt? Antwort auf diese und andere Fragen holte sich der Fuchsien-Freundeskreis zwischen Elbe- und Wesermündung bei einer Besichtigung der Gärtnerei Krebs, in Bexhövede.

Weit über 20 Fuchsiensorten und unzählige andere Blumenarten, in allen möglichen Farben, wachsen in den Gewächshäusern der Firma Krebs heran. "Nun dauert es nicht mehr lange dann können die Jungpflanzen in den Märkten der Umgebung gekauft werden", erzählte Betriebsinhaber Manfred Krebs den Fuchsienfreunden und führte sie durch die weitläufigen Anlagen.
Dabei erklärte er die notwendigen umfangreichen Arbeiten bis die Blumen in den Gärten blühen können. Dabei erfuhren die Besucher auch erstaunliches über den Betrieb selbst. Zum Beispiel dass dieser am 1. Mai 1905 in Roitzsch, Kreis Bitterfeld (Sachsen-Anhalt), gegründet wurde. Die Betriebsfläche beschränkte sich damals auf einen Hektar Ackerland und einige Mistbeetkästen. Die Firma trug den Namen "Kunst- und Handelsgärtnerei Krebs".
Politische Wirren trugen dazu bei, dass der Betrieb seinen Standort seit 1964 in Bexhövede hat. Anfangs wurde auf 720 Quadratmetern Hochglas unter anderem Hortensien- und Cyclamen-Fertigware (Alpenveilchen) produziert.
Seit 1970 befasst sich der Betrieb ausschließlich mit der Anzucht von Jungpflanzen durch vegetative Jungpflanzenvermehrung von eigenen Mutterpflanzen.
Im Laufe der Zeit wandelte sich der Betrieb zu einem modernen, erfolgreichen Unternehmen, das mittlerweile eine Gesamtgewächshausfläche von 9.000 Quadratmetern erreicht hat und kurz vor seinem 100jährigen Jubiläum steht.
Der Fuchsienfreundeskreis wurde im November 2000 gegründet um im freundlichen Miteinander einen anregenden Gedankenaustausch über die Fuchsienkultur zu pflegen. Für die Namensgebung "Fuchsien-Freundeskreis zwischen Elbe- und Wesermündung" standen die beiden großen Ströme der Region Pate.
Die Treffen finden in der Regel nach vorheriger Absprache in den Gärten, bei Ausstellungen oder in Gärtnereien statt. Willkommen sind alle Fuchsienliebhaber und solche die es werden wollen.
Inzwischen ist der Freundeskreis bereits auf 40 Personen angewachsen.
Der Terminkalender sieht folgendes vor: 14. März Frühjahrstreffen in Hemmoor; 3. April Busreise nach Holland zum Besuch von zwei Fuchsiengärtnereien; 17. April Pflanzenmarkt in Rosengarten-Ehestorf; 5. Mai Dia-Vortrag über Tulpen in der Volkshochschule Bremerhaven; 29. und 30 Juli Besuch von Fuchsienfreunden aus Österreich mit Helgolandfahrt; 1. August Fuchsienschau in Tangstedt.
Weitere Informationen gibt es bei Hartwig Schütt, Telefon 04721-33918, E-Mail PhoenixOne@t-online.de oder im Internet unter www.cuxland-fuchsien.de. lox 09.02.04


Jungpflanzen aus Bexhövede

www.krebs-bexhoevede.de